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	<title>Inga Reimers. &#187; Zusammenfassungen</title>
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		<title>Zusammenfassung Taktsinn II</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Apr 2014 21:35:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Inga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ess-Setting]]></category>
		<category><![CDATA[Taktsinn II]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem es im ersten Taktsinn Dinner zum Nicht-Visuellen einen starren Wechsel zwischen Essen und Vorträgen gab, sollten beim zweiten Taktsinn Dinner das Essen und Sprechen über ein Thema (Erinnerung) stärker zusammenfallen. Das Essen selbst und die damit verbundenen sinnlichen Wahrnehmungen wurden stärker fokussiert und in diesem Prozess nach den verbundenen Erinnerungen gefragt. Dabei wurde deutlich, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem es im ersten Taktsinn Dinner zum Nicht-Visuellen einen starren Wechsel zwischen Essen und Vorträgen gab, sollten beim zweiten Taktsinn Dinner das Essen und Sprechen über ein Thema (Erinnerung) stärker zusammenfallen. Das Essen selbst und die damit verbundenen sinnlichen Wahrnehmungen wurden stärker fokussiert und in diesem Prozess nach den verbundenen Erinnerungen gefragt.</p>
<p>Dabei wurde deutlich, dass weniger beim Essen selbst Erinnerungen hervorgerufen wurden als vielmehr beim Zubereiten und Sprechen über diese Erinnerungen. Einige Nudelsoßen wurden an diesem Abend ihres Zaubers der Erinnerung beraubt &#8211; zumindest was den Geschmack betrifft. Die Vermittlung der Besonderheit  der einzelnen Soßen geschah vor allem über die beim Füttern erzählten Geschichten und weniger über das Schmecken selbst. Dabei ist das sinnliche aber nicht vom sozialen Erleben zu trennen.</p>
<p>Dabei funktionierten sowohl das gemeinsame Kochen der Gemüsesuppe als auch die Situation des Essens als logisches Setting, um eine Diskussion in Gang zu bringen. Im Abschlussgespräch wurde dabei deutlich, dass die Lebensmittel und Gerichte einerseits aber auch ihre spezifische Zubereitung andererseits immer auf Handlungen, Situationen und Diskurse außerhalb der aktuellen Koch- und Ess-Situation verweisen und dies nicht außer Acht gelassen werden darf.</p>
<p>In den Ess-Experimenten (in der Gruppe schweigend essen, sich gegenseitig Füttern) zeigten sich unterschiedliche Dinge: Zum einen wurde die erhoffte geschärfte Wahrnehmung des Essens nicht erreicht, da die künstliche oder auch als unangenehm empfundene Handlung dieses &#8220;Sich-Einfühlen&#8221; eher überlagerte. Zum anderen zeigten sich vor allem beim gegenseitigen Füttern die Tabus und Grenzen des gemeinsamen Essens. So stellen der eigene Tellerrand und die Autonomie über Ess-Geschwindigkeit und Komposition der einzelnen Bissen einen wichtigen Aspekt dar.</p>
<p>Funktionierte das gemeinsame Kochen und die Verständigung über die Größe der einzelnen Gemüsestückchen sowie das Würzen in der neutralen Mietküche noch relativ problemlos, so stellte sich abschließend die eigene Küche als Ort von Autorschaft und Herrschaft heraus, in der zwar gemeinsam gegessen aber weniger gerne gemeinsam gekocht wird.</p>
<p><b> </b></p>
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		<title>Zusammenfassung Taktsinn I</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Apr 2014 15:08:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Inga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ess-Setting]]></category>
		<category><![CDATA[Taktsinn I]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenfassungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Taktsinn-Abend stellte in der Reihe der weiteren experimentellen Settings einen ersten Versuch dar, in dem zum einen versucht werden sollte, dem „Nicht-Visuellen“ in Forschung, Kunst und Alltag näherzukommen. Zum anderen interessierte mich hier das Format des Forschungsdinners: Was kann dieses leisten und welches (besondere) Wissen kann es hervorbringen? Als allen vertrauter, performativer Rahmen diente [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Taktsinn-Abend stellte in der Reihe der weiteren experimentellen Settings einen ersten Versuch dar, in dem zum einen versucht werden sollte, dem „Nicht-Visuellen“ in Forschung, Kunst und Alltag näherzukommen. Zum anderen interessierte mich hier das Format des Forschungsdinners: Was kann dieses leisten und welches (besondere) Wissen kann es hervorbringen? Als allen vertrauter, performativer Rahmen diente hier das Festmahl, in dem die Gäste durch die Tischreden und das per se sinnliche Essen zum Austausch über das Nicht-Visuelle angeregt werden sollten.<span id="more-215"></span></p>
<p>Hierbei erwies es sich als schwierig, eine routinierte Alltagspraktik wie das Essen über einen längeren Zeitraum bewusst wahrzunehmen. So war der Austausch mit den TischnachbarInnen über das Nicht-Visuelle ja ausdrücklich erwünscht. So schwankte der Fokus zwischen der subjektiven, sinnlichen Wahrnehmung und dem kollektiven Erlebnis des Essens, Zuhörens und Diskutierens. Dabei wurde das ominöse „Nicht-Visuelle“ zwar in den einzelnen Vorträgen an konkrete Beispiele gebunden, eine übergreifende Definition konnte der Abend jedoch nicht leisten. Trotz der von Vielen als offen, entspannt und freundlich empfundenen Atmosphäre gab es auch Gäste, die insbesondere die gemeinsamen Diskussionen zu den einzelnen Vorträgen als zu akademisch erlebten.</p>
<p>An der beschriebenen Atmosphäre hatte das Essen einen maßgeblichen Anteil. Aber auch das eher Ungeplante und Beiläufige lieferte einen wichtigen Beitrag: So nahm das Tageslicht im Raum mit jedem Gang und jeder Tischrede etwas ab, bis am Ende zum Dessert der Raum in eine Mischung aus Abenddämmerung und blauem Scheinwerferlicht getaucht war. Angelika Leisering beschrieb dieses zu Beginn ihres Vortrags passend mit dem Begriff des „leisen Lichts“. Diese Form des Offenen und Experimentellen fand auch Einzug in die Klangcollage von Siegfried Saerberg, indem sich Kirchenglocken und Kinderstimmen von draußen mit den Sounds vom Band vermischten. Damit war für einige Gäste die Erkenntnis verbunden, dass auch beim Hören Bilder erzeugt werden bzw. generell Visualität nicht nur etwas mit dem Sehen von äußeren Eindrücken zu tun hat, sondern auch eine Form des Verstehens, des Übersetzens von allen Sinneseindrücken ist.</p>
<p>In den Diskussionen stellte sich jedoch auch heraus, dass auch das „Nicht-Visuelle“ eine Konstruktion ist, die durch das Ausschließen eines Sinnes die Dominanz des Visuellen nicht überwinden kann. Vielmehr konnte man dem Nicht-Visuellen durch bewusste Aufmerksamkeit für das Beiläufige auf die Spur kommen: Bei zufälligen Berührungen oder beim Suchen nach den richtigen Worten für ein Gefühl das beim Zuhören erzeugt wird. Für das Erleben von Geschmack, Gerüchen und Geräuschen als Form des Nicht-Visuellen wurde dabei auch noch einmal die stärkere Unmittelbarkeit festgestellt. Diese Wahrnehmungen wurden zudem als viel linearer beschrieben als visuelle Eindrücke, die z.B. durch das perspektivische Sehen einer permanenten Überlagerung unterliegen.</p>
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